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SR-XT-500 Forum Für Fahrerinnen, Fahrer und Fans
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 19.05.2010 01:00 Titel: Sölkreise 2010... |
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So ich denke hier ist mein Geschwafel passender...
Wenn ihr mich jetzt sehen könntet, würdet ihr euch totlachen.
Nach den vergeblichen Versuchen die stromspendende Litfasssäule auf dem Zeltplatz in Lindau zur Mitarbeit zu bewegen und nachdem es leicht anfängt zu nieseln,
Sitze ich jetzt zusammengepfercht in einer Einzelkabine vor dem Waschbecken und tippe diesen Text....
So aber zu angenehmen.
Nachdem es gestern und heut morgen ziemlich frisch war, angeblich das Wetter in den Alpen auch ziemlich schlecht sein soll, beschloss ich heut auch noch in Lindau zu verweilen und mir einen Ruhetag zu gönnen.Das Alte RT am Wochenende zuvor auf der schwäbischen Alb war schon Wasserkuppenartig genug
Eine goldrichtige Entscheidung... so konnten heute Mittag in der prallen Sonne bis zu 25 Grad verzeichnet werden. J
Da macht das Sightside doppelt soviel Spaß.
Es ist immer wieder ein tolles Gefühl am Rande der Alpen zu sein, die sich immer deutlicher im Laufe des Tages aus dem Dunst hervorschälen, um zum Abend hin den klaren Blick über den Bodensee zu ermöglichen.
Hinzu kommt die gute Lage des Campingplatzes am See.
Innerhalb von 5 Minuten ist man mit dem Moped in Bregenz oder auf der Lindauer Insel und 800m ist ein großer Tante Louise-Laden.
So wurde das heute alles ausgiebig ausgenutzt.
Nach dem Frühstück, Mittags durch die Lindauer Insel spaziert, anschließend den Louis heimgesucht, um den frühen Abend in Bregenz auf der Seebühne zu verbringen.
Den Sonnenuntergang konnte ich dann wieder auf dem Campingplatz direkt am Wasser genießen.
Das war hoffentlich ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage....am Sölk.
Aber morgen geht´s weiter...Ziel ist über ein paar kleinere Pässe, mal wieder Kochel am See.
Zum einem meiner Lieblingscamps...dem morgen bleibt die Küche kalt.
Die Küche im Camp ist hervorragend... .
Und ich freu mich schon auf die Abendunterhaltung...Serpentien rauf und runter.
Bis denn T.
PS. T-34 ist relativ brav...hinterlässt überall nur ein paar Öltropfen. _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T.
Zuletzt bearbeitet von T. am 15.06.2010 16:13, insgesamt einmal bearbeitet |
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 19.05.2010 01:02 Titel: Teil 2 |
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Heute war braten, dünsten und abschrecken angesagt.
Nach dem Start in Lindau bei heißen 25 Grad, verschwindet der Bodensee schnell im Rückspiegel während ich die erste alpine Erhebung ins Allgäu Hochkurve.
Ebenso schnell sinken die Temperaturen und es beginnt zu tröpfeln...
DEPP...Warum muss ich unbedingt vom Sommer in die Schlechtwetterzone fahren?
War das alte RT nicht schon kalt und nass genug?
Rotz ich nicht schon genug rum?
Kann ich nicht einfach...?
Diese Fragen hat sich wohl so mancher vor mir gestellt und auch nach mir.
Darüber sinniere ich während der Himmel immer dunkler wird und die Tropfen dicker.
So rumple ich die deutsche Alpenstrasse entlang, bis auf Höhe des Alpsees die Wolken ein Lücke freigibt und Sonnenstrahlen mich erfassen.
Nicht genug um den Körper zu wärmen, aber genug um die Seele baumeln zu lassen.
Langsam beruhigt sich der Puls zu den Takten des Motors unter mir.
Problemlos komme ich an Sonthofen vorbei zum ersten fahrerischen Highlight des Tages: Das Oberjoch!
Wie besessen kurvt die schwere Fuhre Serpentine um Serpentine hoch, das Grinsen wird immer breiter, der Boxer brüllt seine Lebensfreude raus...endlich wieder auf Tour.
Oben angekommen, wird erst mal im Vorbeiflug ein Trupp busreisender Rentner von der Fahrbahn gescheucht, um etwas später auf einen ruhigeren Parkplatz die glühende Maschine etwas abkühlen zu lassen. Da sind niedrigen Temps diesmal von Vorteil...
Schnell kühl auch ich aus, so wird weitergeritten.
Durch das Tannheimer Tal fängt es wieder heftiger an zu regnen und so rutscht die T-34 den Gaichtpass hinunter nach Reutte.
Mir bleibt keine Zeit am Panorama zu verweilen. Muss höllisch aufpassen um nicht die Kontrolle über das Gespann zu verlieren.
In Reutte wird aufgetankt, Sprit in der Mopedtank und heißen Tee in T.
Ich überleg noch ob ich Tiroler Speck einkaufen soll, aber der Plansee wartet.
So wird aufgebrochen, dem See entgegen.
Eine traumhafte Uferstraße, wenn die Sonne scheint...für einen kurzen Fotostop reicht´s gerade, bevor wieder anfängt zu regnen und ich ein paar Kilometer weiter unfreiwillig die Nachmittagsunterhaltung für das Personal und die blasierten Gäste eines neuen Sternehotel gebe.
Im strömenden Regen muss ich auf der anderen Straßenseite unter mitleidigen Blicken aus der Hotel-Fensterfront, unter dem Vordach eines geschlossenen und im umbaubefindlichen Kiosk mich in die kompletten Regenklamotten quälen.
Kaum bin ich fertig, hört´s natürlich auf zu Regnen.
Als Befriedigung und um meine Laune wieder aufzupolieren werden dafür auf dem matschigen Schotterparkplatz des Kiosk ein paar Driftübungen absolviert.
Ohne ein Blick zum Nobelschuppen geht´s mit Volldampf auf die Strasse. Irgendwie hab ich gerade das Gefühl Goldfische im Aquarium zurücklassen, die in Ihrem Bassin hin und herschwimmen, während ich draußen im Dreck spiele...
Unten im Tal fängt es wieder an zu schütten, so bin ich froh mein Tagesziel zu erreichen.
Den Kesselberg-Campingplatz.
Ich bekomme eine stilechte Unterkunft zugeteilt.
Einen kleinen Tappertwohnwagen aus den Siebzigern.
Froh nicht im Nassen das Zelt aufbauen zu müssen, stört es mich auch nicht das der Wohnwagen Spinnweben hat und keine Heizung.
Dafür hat der Strom und Licht.
Nach einer belebenden heißen Dusche und einem wie erwartet guten Abendmahl, geht noch zum Abendspaziergang an den Kochelsee, die Schwäne besuchen.
So geht ein ereignis-, abwechslungsreicher und befriedigender Tag zu Ende, in der Erkenntnis das es manchmal nur kleine Freuden braucht, um das Leben zu genießen.
T. _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T. |
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roger Ex- nixkochkäse

Anmeldedatum: 19.10.2005 Beiträge: 3007 Wohnort: Pungscht
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Verfasst am: 19.05.2010 10:42 Titel: |
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Mehr davon bitte!
Ich versuche gerade meine Nebenhöhlen dazu zu überreden die Atemstraßen wenigstens bis zum Wochenende wieder frei zu geben  |
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kommmschmit Badisches Urvieh

Anmeldedatum: 07.08.2005 Beiträge: 11084 Wohnort: Eberbach / Baden
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Verfasst am: 19.05.2010 11:13 Titel: |
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Die Reisen des Mister T........
Immer wieder gerne gelesen. aber dieses Mal bitte ohne Katastrophen  _________________ Ich ärgere mich nicht
und wenn ich verrecke vor Zorn (mein Lebensmotto) |
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 20.05.2010 00:12 Titel: Tag der körperlichen Ertüchtigung. |
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Nachdem gestern noch spät wurde, heute morgen relativ spät aus der Falle gerutscht...auch in dem Wissen, heut nix zusammenraffen zu müssen.
Aber erstens kommt anders und anders als man´s denkt...
Beim Versuch die zwischen den Wohnwägen eingeparkte T-34 vom schlammigen Vorplatz zu schaffen, hab ich aus „Versehen“ den halben Platz umgegraben.
Die Strafe kommt auf dem Fuße in der Gestalt des Juniorchefs der Campingplatzes.
Das Gesicht spricht Bände...
Da ich mich noch öfters hier verköstigen...äh...blicken lassen möchte, nehme ich die Schubkarre mit Schippe in die Hand und roll mit dem Chef zum See...Kies schaufeln.
Nach einer Weile sind die Spuren beseitigt, alle lachen wieder...der Chef weil alles wieder picobello ist, die Wohnwagennachbarn weil sie nicht mehr durch das schlammige Gras müssen. So sind alle glücklich und ich wieder müd.
Nach einen schnell zubereiteten Kartoffel-Speck-Pfannkuchen als Brunch, den ich noch in der Sonne futtern kann, wird´s wieder kalt und es fängt wieder an zu tropfen. Der Wetterbericht sagt für mein geplantes Tagesziel nix gutes voraus. Da es in der Zwischenzeit früher Nachmittag ist, beschließe ich noch einen Tag in den schnuckeligen Wohnwagen dranzuhängen.
So schmeiße ich mich in´s Bett, finde eine Radiosender der viele meiner Lieblingssongs meiner Jugend spielt und mach ein Nachmittagnickerchen.
Ich wach davon auf, das der Nachbarsbursche seinen nagelneuen BMW-Rennhobel Fertigmacht um dem Kesselberg rauf- und runterzubrettern.
Nach einem netten, aber merkwürdigen Plausch:“...der Hobel hat eine sogar Schlechtwettereinstellung! Maximal 28 Grad Schräglage kannst mache...dann regelt die Elektonik ab! Tolle Sache....“(ich schüttle mich in Gedanken)
Als der Jung abrauschen will, öffnet der Himmel seine Schleusen....Fluchend schiebt der Bursche die BMW zurück, derweil unterhalte ich mich noch mit dem Vater, der seit einiger Zeit um die Ural schleicht...der Ableger rauscht ab in´s Wirtshaus.
Da ich nix anders machen kann, schnapp mir den Laptop, surf ein bisschen, häng noch die Kamera dran und fang an Fotos zubearbeiten...Die Mucke aus dem Radio ist auch klasse.
Irgendwann ist auch das Wetter wieder besser und mir ist ein bisschen fad.
Also Mopedklamotten an und ich sehe noch wie der Herr Papa mit besorgten Blicke seinem Jungen nachschaut...
Ich beschließe in die andere Richtung zufahren und bröttel über Nebenstraßen nach Garmisch. Nach einem kurzweiligen Aufenthalt in Garmisch möchte ich über dem Walchensee den Kesselberg runter zum Camp.
Typischerweise verfahre ich mich und ich komme auf die Straße nach Murnau.
Auf der Karte sehe ich eine kleinen Abzweig von Eschenlohe aus...
Also...Aufi...
In Eschelohe finde ich keinen Wegweiser und fahre einfach der Nase nach.
Die führt mich auf eine kleine Straße unterhalb der Berge, an Pferde- und Rindviehkoppel vorbei, zwischen der Loisach und dem Wald entlang, oberhalb der Bahnlinie.
Die Straße wandelt sich von einer Asphalt- in eine schlammige Schotterpiste und verschwindet im Wald...Da ich denke kein Verbotsschild gesehen zu haben, brumm ich einfach mal weiter.
Die Piste entwickelt sich zu einem Traum...Kilometerlang pflüg ich ungestört durch die Botanik, es geht hügelauf, hügelab und schlängelt sich neben der Loisach durch den Wald.
Irgendwann ist der Spaß vorbei, als vor mir ein Jeep steht neben einer Koppel, an der ich nicht vorbeikomme. Am Innenspiegel hängt ein Schild „Forstbehörde“.
MIST- Mir rutscht das Herz in die Hose...
Schnell die Landkarte geschnappt und einen auf verirrt gemacht,
aber die Sorge ist unbegründet.
Freundlich weißt der Förster/Landwirt mir den richtigen Weg und seine hübsche Tochter lächelt mich an...leider viel zu jung.
Nachdem wir uns verabschiedet haben und ich am Jeep vorbei bin,
fahre ich direkt zum Camp. Dreckig, hungrig und geschafft.
Das Abendmahl ist mal wieder ein i-Tüfelchen.
Nach einem anregenden Gespräch mit den Anwesenden, geht die Seniorchefin und Köchin nachhause. Die letzten Familiencamper verabschieden sich.
Nur der ältere Juniorchef und die BMW-Familiy sind noch da.
Da kommt das harte Zeug auf den Tisch, die Gespräche drehen sich nur noch um Apple und Neueisen.
Zeit sich zu empfehlen...
Draußen schüttet inzwischen wie aus Eimern und ich froh nicht im Zelt zu sitzen.
So sitze ich jetzt im trockenen Caravan, der Regen prasselt auf´s Dach und mache ich mir jetzt eine schöne Tasse Tee,futtere Kekse und lasse nochmal den Tag Revue passieren.
Aber morgen soll und muss es weitergehen, sonst komm i nie am Sölk an!
Gut´s nächtle
T. _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T. |
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Spaetstarter Forumsweiser

Anmeldedatum: 27.09.2009 Beiträge: 764 Wohnort: Heckengäu
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Verfasst am: 20.05.2010 22:24 Titel: Re: Tag der körperlichen Ertüchtigung. |
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| T. hat Folgendes geschrieben: | Maximal 28 Grad Schräglage kannst mache...dann regelt die Elektonik ab! Tolle Sache....
T. |
Das ist ja wie bei Werner und Spacky. "Sie läuft ... und Rohr" gab es ja bereits vor der Unterhaltung.
Wir begeben uns morgen mit unserem Schwertransport auf die Bahn. |
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 03.06.2010 15:57 Titel: |
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Der Sölk ist nah...
...aber vorher heißt es packen!
Unter den erstaunten Blicken der Nachbarn räum ich in einer Regenpause meinen ganzen Krempel aus den Wohnwagen und rödle das Gepäck auf die T-34.
Der chinesische Staatszirkus geht wieder auf Reisen...
Nach einer herzlichen Verabschiedung von den Campbetreibern, warn ich noch die BMW-Familie vor, das die nächste halbe Stunde mein Schwertransport den Kesselberg blockiert...hi, hi,
Gemütlich rumple ich die Bergstrecke hoch, der Motor bekommt langsam Temperatur und ich kann Strecke machen. Am Walchensee vorbei biege ich in eine Strecke, alle anderen wohl wegen der Maut meiden.
So kann ich ungestört auf der kleinen Straße an der Isar entlang fahren.
Leider wird das Wetter wieder schlechter, so das sich der Spaß in Grenzen hält.
Schnell gleitet der Sylvenstein-Stausee vorbei und ich biege Richtung Austria ab.
Kurvenreich windet sich die Achensee-Straße dem Tale bei Wiesing entgegen.
Prompt hört der Regen auf und gibt mir den den Blick frei in´s Zillertal.
Wieder beschwingt geht’s der Ziller entlang, einer neuen Herausforderung in´s Auge blickend: dem Gerlospass.
Auch diese Prüfung wird mal wieder bestanden und ich kann entspannt auf dem Hochplateau Kilometer machen, bis zu meinem Tagesziel in Zell am See.
Dort finde ich gleich den richtigen Campingplatz direkt am See.
Kaum bin ich angekommen überfällt mich die örtliche Mafia und verlangt „Schutzgeld“...ein Entenpärchen und eine Wildgans berauben mich meiner Brotvorräte...
Während ich mit dem Getier beschäftigt bin und versuche nebenbei mein Camp aufzubauen, rollen auf einmal Haufenweise neue Plastik-BMW-Moped´s an und bleiben piepsend stehend. Ich fühle mich irgendwie komisch...
Wie ich später an der Rezeption erfahre, beginnt am nächsten Tag in Kaprun die „BMW-Driving-Days“. Zum Glück taucht später am Abend ein einsamer Schweizer XT600-Fahrer auf, der gerade mit Minimal-Gepäck auf den Weg über Russland nach Australien ist. So geht der Abend in angenehmer Gesellschaft zu Ende, während zu den lärmenden BMW-Treibern noch ein paar junge Springbraker in T4-Womos stoßen. Für die Nacht suche ich nach den Ohropax...
Endspurt...
Der nächste Tag beginnt früh und lässt die letzten Alkleichen auf dem Platz in den Betten verschwinden.
Nach einen schnellen Frühstück raffe ich meine „Siebzig-Sachen“ und verlasse den Campingplatz..
Nach einer Ehrenrunde um den Zeller See, bin ich versucht mich mit der vollbepackten und dreckigen T-34 mal in Kaprun sehen zu lassen und ein paar Ölflecken auf den wahrscheinlich blitzblanken Event-Gelände zu hinterlassen...
Aber der Verkehr ist zu dicht und ich möchte zeitig am Sölk ankommen.
So fege ich zum Steinernen Meer...
Kurz vor einer Baustelle sehe ich zwei bekannte Gesichter am Straßenrand Vesperpause machen. Der Hiha und der Großbasti!!!!
Welch eine angenehme Überraschung, nach den Torfnasen in Zell.
Ein Stückweit begleiten mich die beiden, bis denen die Gashand juckt und die Buben Kurven-Jagend am Horizont verschwinden. Bäh! Ich hol Euch sowieso wieder ein! Grins...
In Radstadt fülle ich meine Vorräte für das Sölkwochenende auf. Unterbrochen von den üblichen Fragen, einer Fotosession für die vermehrt auftretenden BMW-Touris und der Beantwortung der Frage aller Fragen (Wie krieg ich den Einkauf unter?), setze ich die Fahrt weiter fort. Kurzentschlossen beschieße ich den Sölkpass zu befahren, in der Hoffung das der Pass entweder offen oder nicht versperrt ist und ich mich wie letztes Jahr über den Pass „schmuggeln“ kann.
Mit jedem Kilometer steigert sich meine Vorfreude und die Spannung,
bis der Abzweig zum Sölk auftaucht.
„Gesperrt“...Hm...No risk, no fun,...also ab.
Die bekannten Orte sind schnell passiert und es fängt wieder an zu schütten, bis nach St. Nikolai eine riesige Asphaltmaschine die Straße versperrt. MERDE! Nur noch ein paar Kilometer...
Kaum stoppe ich ab kommt ein Bauarbeiter auf mich zu:
Konn´s net durch!...und eine kleine Diskussion beginnt.
Kurz darauf kommt der Baustellenleiter dazu und es stellt sich heraus das der Mensch Oldtimerbegeistert ist. Da ich´s nicht eilig habe, es noch ein paar Stunden hell ist und ich eine Chance wittere über den Pass zu kommen, beginne ich ein entspanntes Gespräch über Alteisen.
In der Zwischenzeit fährt der letzte Asphaltlaster ab, die Anderen haben nix zu tun und kommen auch rüber.
Ich bin versucht Kaffee zu kochen...
In laufe des Gesprächs kommt eine kleine Wette zustande:
„Wenn´s pack´s an der (Asphalt-)Maschin vorbeizukomma und den Aspalt net kaputt mach´s ... kannt´s fahre...und mir mache heut später nach dir die Pisten auf wenn´s nicht mehr komm´st oder Du fahrt´s wieder runter“ - Meine Chance!
Ruck-zug bin ich auf der T-34, danke dem russischen Konstrukteuren für die kurze Getriebeübersetzung und schicke ein kleines Stoßgebet an den großen Manitu.
Problemlos komme ich auf dem (zum Glück relativ festen) Seitenstreifen trotz Gewicht und abgefahren Reifen am Hindernis vorbei und der Jubel kennt keine Grenzen!
Zum Glück schüttet es immer noch und nach kurzer Offroadeinlage kann ich den erkalteten Asphalt unter die Räder nehmen.
Mutterseelenallein schraube ich mich langsam den Sölk hoch.
An der Passhöhe liegt ein wenig Schnee, es ist neblig und windig.
Wie letztes Jahr, fehlt nur noch Schneeschauer und das ich ein Pärchen beim poppen im Auto störe...
Auf der anderen Passseite hörts auf zu regnen, der Himmel reist auf und die Sonne lässt sich kurz blicken.
Voll Glücksgefühle jodle ich den Pass runter, biege unten links ab und sehe die Schilder die mich nach Oberwölz-Stadt weisen.
Die letzten paar Kilometer vergehen im Flug und die Laune ist bestens.
Schließlich taucht nach einer Kurve das vertraute Panorama auf:
Das Schloss Rothenfels über dem Sölk-Camp.
Rasch ist die Abzeigung zum Campingplatz erreicht und mit Schwung geht´s
den Feldweg hinunter.
Vertraute Gesichter begrüßen mich...
Hurra-Geschafft!!!! _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T. |
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Manne2 Forumsweiser

Anmeldedatum: 07.08.2005 Beiträge: 798 Wohnort: Fürth / Franken
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Verfasst am: 03.06.2010 17:10 Titel: |
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Herr T. ,,,
_________________ Der mit den Pins tanzt. |
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Spaetstarter Forumsweiser

Anmeldedatum: 27.09.2009 Beiträge: 764 Wohnort: Heckengäu
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Verfasst am: 04.06.2010 09:35 Titel: |
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+1
T.'s Reiseabenteuer immer wieder gerne gelesen.
Wie war die Rückreise, schadensfrei und trotzdem kurzweilig, gibt das einen weiteren Bericht ? |
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nanno Forumsweiser
Anmeldedatum: 01.06.2007 Beiträge: 1790 Wohnort: Linz, Österreich
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Verfasst am: 05.06.2010 09:35 Titel: |
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Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!
Grysze
Greg _________________ Frei ist, wer frei denkt. |
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riege Heavy Duty

Anmeldedatum: 08.08.2005 Beiträge: 6264 Wohnort: Los Karawancos
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Verfasst am: 07.06.2010 09:55 Titel: |
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Und ich freu mir auf die Bilders.  _________________ ...silver blaze... |
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 07.06.2010 11:37 Titel: |
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Ich auch.... ...wenn ich an den Backup drankomme.
Meine Kamera fährt gerade mit der Regenjacke in einem alten Honda spazieren. _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T. |
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 15.06.2010 16:17 Titel: |
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Weiter geht´s , aber noch nicht ganz fertig!
Am Sölk
Der erste Abend geht schnell vorbei mit Leute begrüßen, Lager aufschlagen und Grillen. Immer mehr Sölkanhänger treffen ein, stets mit einem großen Hallo begrüßt. Auch die ersten schlechte Nachrichten treffen ein.
Thöny´s Kampfsau streikt, Jochen´s „Edel“-Ratte keinen Saft hat und sonstige Katastrophen.
Schnell sind die Lagerfeuer entzündet und erste Benzingespräche lassen die Nacht lang werden. Unterbrochen von Motorengeräuschen, die eine kleine himmelblaue DKW verursacht. Der Herr Inginör hat ein Spielzeug gefunden...
Der nächste Tag bringt eine Abholauftrag für mich ein, Fleißpelz´s Tina kommt mit dem Zug in der nächstgrößeren Stadt an und Justus kann auf dem Moped entweder Tina oder das Gepäck mitnehmen.
So komm ich in´s Spiel.
Großbasti schließt sich uns an und so geht die kleine Truppe daran den inzwischen freigegebenen Sölkpass (Der Polier hat Wort gehalten!) zu bezwingen.
Problemlos geht´s durch die Wolken über die Passkuppe in die Sölktäler zum Bahnhof.
Am Bahnhof brennt die Sonne vom Himmel und rasch kommt Stimmung wie in einem Western auf.
Highnoon - die staubigen Reiter sitzen an den Schienen und erwarten den Zug, der die Komplizin bringt.
Fehlt nur noch Musik von Ennio Morricone, ein paar Dornenbüsche die über die Schienen geweht werden und die Stimmung wäre perfekt.
Während wir Jungs uns die Zeit mit Blödsinn machen vertreiben kommt irgendwann der Zug mit Tina an Bord an.
Nach der obligatorischen Begrüßung, wird erfolglos nach einem Cafe gesucht für Tina zum Umkleiden und schließlich eine Tanke angefahren.
Aber die Toilette ist eine Zumutung. So zieht sich Tina nur Helm und eine Mopedjacke an, der Rest wird warm eingepackt.
So brummt der Trupp der zweiten Besteigung des Sölk entgegen.
Die Solo´s verschwinden rasch in der Höhe, die T-34 kämpft sich mit
mir, Tina und dem Gepäck den Pass hoch.
Oben werden wir schon erwartet und die stolzen Bezwinger auf Foto gebannt.
Vorsichtig wird der Abstieg mit der kostbaren Fracht angegangen und alle kommen heil unten an.
In Oberwölz werden an der kleinen Tankstelle die Motorräder mit Sprit aufgefüllt und die Treiber bekommen lecker Kaffee und Kuchen. Anderen Sölkaner hatten die gleiche Idee und so bildet sich ein netter Gesprächskreis.
Am Camp zurück bricht die fast schon Obligatorische Sölkdurchschraub-Nacht an.
Thöny´s Kampfsau vom Helmut inzwischen aufgelesen, kommt zum sezieren auf eine Bank vor dem UTZ; Hiha und Thöny wetzen schon mal die Werkzeuge...Motorang und der Herr Inginör schnappen sich Riege´s Auto und besorgen Ersatzteile.
Und wieder flammen Feuer auf und Menschen finden zusammen.
Überall wird gemeinsam gekocht, getratscht und begutachtet.
Sölk-Live, ich bereue es nicht den Weg auf mich genommen zu haben und bin froh da sein.
Irgendwann sind die Ersatzteilbesorger zurück und bald wieder ertönt die kleine DKW, während die Ersatzteile in die Mopeds geschraubt werden.
Mitten in der Dunkelheit sind die ersten harterkämpften Schrauberfolge zu verzeichnen.
Eine weitere legendäre Sölk-Nacht schreitet fort und geht übergangslos in den nächsten Tag.
Der Morgen kommt früh...
Die Übernächtigten fallen in´s Bett, währenddessen kriechen die Ersten bereits wieder aus den Zelten. Kocher beginnen überall lecker Frühstück und duftenden Kaffee zu fabrizieren. Die strahlende Sonne weckt die müden Lebensgeister.
Heute ist Ausfahrt und ich habe bereits eine kleine Schmiermäxin bekommen.
Heike, das Töchterlein von Spätstarter und seines Navi´s wird heute mein Gast sein.
Dazu muss ich erst mal nach dem Frühstück den Beiwagen aufräumen. Der Sohnemann findet einen anderen freien Beiwagen-Platz.
Im Wissen nicht auf der Flucht zu sein, sondern im Urlaub, trödle ich rum und komm nicht mehr dazu die T-34 durchzuchecken...nicht unbedingt die weiserste Entscheidung. Aber gestern ging ja alles...
So machen sich Alle die mit wollen abfahrbereit.
Heike macht sich´s bequem und winkt fröhlich aus dem Boot.
Das wird Sie noch ein paar Mal brauchen...Kaum ein paar Meter unterwegs, muß ich feststellen, das der rechte Blinker seinen Dienst eingestellt hat
DAS fängt ja schon gut an....Bis auf weiteres wird beim Rechtsabbiegen eine kleine Hand und obentrüber eine große Hand den rechten Weg weisen.
Wiedermal rauscht ein Teil der Truppe vorab, ich muss raten wohin...
Aber das Glück ist mir hold, und alle finden sich an der Tanke unterhalb vom Sölk ein.
DER SÖLK IST FREI! Also ein Sölktreffen mit offizieller Sölkbefahrung, eine Rarität.
Oben angekommen, ist es ein wenig nebelig, aber trocken.
Fotoapparate klicken und tolle Stimmung kommt auf.
Die T-34 macht eigenartige Geräusche und schwitzt ordentlich Öl, aber läuft gut.
So sehe ich keinen akuten Handlungsbedarf.
Berauscht von der geglückten Sölk-Befahrung geht´s den Pass wieder runter, weiter zur Edelrautehütte´n.
An den majestätischen Bergen entlang rattert, brummt, und röhrt die wilde Truppe zum Ziel.
Bei einer Baustellenampel verlier ich wieder den Anschluss und muss raten.
Bevor ich zu meiner „Freundin“ (Navi) greifen muss, erbarmt sich jemand und geleitet mich und die Verbliebenen zur Edelrauten-Mautstrasse.
Die ist geöffnet, aber niemand kassiert die Maut...komisch.
Das kleine Hinweisschild übersehe ich.
Wie ich später erfahre wird keine Maut kassiert da die Strasse so schlecht ist....Artgerechte Russengespannhaltung halt.
So bin ich gut beschäftigt die Fuhre sicher über die Piste zu bewegen.
In Gedanken an meine Verantwortung dem Beifahrer gegenüber, wird mir heiß und ich transpiriere...
Heiß wird auch die Maschine, aber unaufhaltsam dröhnt die T-34 auf die Hütte zu.
Der Schotter fliegt im hohen Bogen, das Gespann walkt sich von einer Seite auf die andere, es riecht nach heißen Ölen und Kupplung. Zum Glück ist der Drehzahlmesser defekt.
Ich kann leider nicht von Gas gehen, da ich sonst den Berg nicht raufkomm.
Hoffentlich hält hinten der Spätstarter mit der Navi hinterdrauf Sicherheitsabstand...
Nach einigem Gerühre und Geschaukel kommen wir an der Hütte an.
Ich hoffe Heike ist nicht schlecht....
Aber die Sorge ist wohl ungegründet. Quischfidel klettert sie aus dem Beiwagen...Puhh.
Da rutschen die Kas-Spatzerl doch viel besser durch den Hals und die Schorle schmeckt doppelt so gut.
Passenderweise schlägt nach dem Essen das Wetter um, es fängt an zu schütten.
Alles wird blitzschnell zusammengerafft und verstaut.In der Hütte wird´s auf einmal eng…
Ich kümmere mich um die Helme und verstau die in allen verfügbaren Gespannen, das führt später dazu das anstatt Ostereier Helme gesucht werden...T. nix schuld. GRINS…
Leider wird später auch ein BMW-Zündschlüssel gesucht.
So wird zunächst überlegt wo der Schlüssel sein könnte oder wie man die BMW kurzschließt. Zum Glück wird der Schlüssel auch gefunden, aber erst am Sölk-Camp.
Ein netter Zeitgenosse hatte den eingesteckt, weil der genauso aussah wie der eigene…der aber an der eigenen Maschine hing
Die Sonne scheint bald wieder und ersten wieder liegen faul rum.
Irgendwann juckt´s wieder in der Gashand, und so werden die Böcke gesattelt.
Rumpelnd und scheppernd geht’s die Mautstrasse runter, wieder zurück zum Camp unter dem Schloss Rothenfels.
Dort angekommen, liefere ich pflichtbewusst erstmal Heike wieder bei Ihren Erzeugern ab und reiß mir die Moped-Klamotten vom dampfenden Leib.
Um dann einfach wie erschlagen in´s weiche Gras neben der T-34 fallen zu lassen…die Rumkurverei ist nicht mal so das schlimme (ich war relativ brav), aber die Pflicht für ein junges Leben zu haben, das evlt. später meine Rente mitzahlt schlauch ganz schön.
Während ich so im Gras vor mich hin vegetiere, kommt Riege zum mir.
„Du, T. kann ich mal deinen Russen…“
„Hmupff – Schlüssel steckt, aber lass mich erstmal die Ölstände checken…wenn ich wieder unter den Lebenden bin…Kannst dich ja schon mal draufsetzten…“
Ich lass die Augen zu,
Neben mir höre ich die quietschende T-34 und Riege hantiert dran rum.
Dann ertönen die Worte in einem ganz bestimmen Tonfall die mich aufhorchen lassen:
„Duuu, T., gehört DAS so?....“
Auf einmal kommt Leben in meine müden Knochen und ruckzug ich sitz neben der Russin. Riege zeigt mir den Ansaugstutzen der sich gelöst hat…Okay, eine Kleinigkeit.
So nimm ich Werkzeug in die Hand und fang an…
Um immer mehr in kopfschüttelndes Erstaunen zu fallen, in welchen Zustand der Motor der T-34 fahren kann und das nicht mal schlecht…ich hatte 1 Woche lang im intensiven Gebrauch keine Wartungsarbeiten vorgenommen.
Lima und Zylinderköpfe lose, Einlass-Ventilspiel am losen Ansaugstutzen 2mm und immer mehr lose oder behandlungsbedürftige Teile fallen mir auf.
Krass…
Nach einer Weile bin ich fertig, Riege steigt auf und brummt weg. Ich fall fertig in´s Gras… Nach einer Weile kommt Riege zurück und meint:
“…s e h r…Hm…S P E Z I E L L…”
Da ich wiederhergestellt bin, aber noch keine Lust auf Abendessen habe, beschließe ich zum Bankomaten zu fahren und die Kohle für Nanno´s Gasflasche zuholen. Wenn ich ja schon unterwegs bin kann ich mal die totalversiffte T-34 sauber machen. Vom letzten Jahr weiß ich, in Oberwölz gib´s irgendwo eine Waschbox.
Ich muss morgen die Räder durchtauschen, das Hinterrad ist total blank...an einer sauberen Maschine schafft`s sich´s angenehmer. Mädchen halt…
Nach den obligatorischen Fragen (Was, Woher, Warum) von der Oberwölzer Bevölkerung am Bankomaten, mach ich mich auf die Suche nach der Waschbox. Die war ja ganz in der Nähe ...dachte ich. Nach fast einer Stunde kreuz und quer durch Öberwölz, unzähligen Umkehrdrifts später, weiß ich wo der Sportplatz ist, das eine große Erste-Hilfe-Station vorhanden ist und weiteres. Fragen an die Bevölkerung bringen nur, das es eine Waschbox gibt...irgendwo da hinten.
Es dämmert schon, ich will schon aufgeben. Da geleitet mich ein kundiger Ortsansässiger auf dem Fahrrad zur Waschbox. Schön halbzugewachsen zwischen Wohnhäusern und einem Busdepot.
Dornröschchen, dein Prinz kommt! Und natürlich nur 80m Schräggegenüber vom Bankomaten, ich bin grobgeschätzt 5mal um das ScheiXding rumgefahren. Bin schon ein Held...
Der letzte Abend am Sölktreffen bricht an.
Die Wiese wird von Lagerfeuern illuminiert, noch mal wird die Gelegenheit genutzt zu persönlichen Gesprächen und die letzten Schraubaktionen finden statt.
Die Kid´s erleuchten die Dunkelheit noch mit einer kleinen Lightshow…sehr lustig.
Nach Mitternacht leeren sich die Reihen, auch mich zieht´s irgendwann auch in´s Bett. Denn morgen will ich weiter zu Nanno, da er aber erst abends Zeit hat kann ich mir Zeitlassen – perfekt.
Der letzte Tag - dachte ich…
Der nächste Morgen beginnt nach genussvollem Ausschlafen mit einem Reste- Frühstück, während die ersten schon losrollen Richtung Heimat.
Jedem der losfährt, begleiten tausend gute Wünsche für die Heimreise.
Nach dem Frühstück räume ich mein Zelt aus, lüfte alles (Es sieht aus wie bei mir daheim – ein Saustall) und beginne die Räder der Ural untereinander auszutauschen. Mittags brennt die gelbe Scheibe wieder vom Himmel und ich spann zum Schrauben den Sonnenschirm auf.
Wolfi unterhält den Platz noch mit einem fast FKK-Auftritt, der Platz leert sich zusehends. Warum eigentlich? Grins…
Die Letzten fahren ab und irgendwann steht neben meinem Zelt nur noch eins auf dem Platz, das vom Nobert.
Der will mal schnell nach Kärnten donnern und bleibt noch eine Nacht hier.
Wir trinken noch eine Tasse Kaffee zusammen, dann brumm auch er ab.
Nachdem vielen Gelächter; Motorbrummen und Stimmengewirr ist es schon fast unheimlich ruhig. Langsam packe ich meinen ganzen Kram zusammen und tüdel den Kuscht auf die T-34.
Ein letztes Mal gehe ich um den Platz, Wehmut macht sich breit…
Spätnachmittags bin ich endlich fertig, dusche noch mal und mach mich auch auf die Socken.
Kaum bin ich auf der Piste, kommt mir Nobert von seinem Ritt aus Kärnten entgegen.
Wir hupen uns noch kurz zu…
An der nächsten Tanke muss ich noch Luft prüfen, kaum das der Gedanke ausgesprochen war, wird die Fuhre unruhig…
Fortsetztung folgt... _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T. |
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Spaetstarter Forumsweiser

Anmeldedatum: 27.09.2009 Beiträge: 764 Wohnort: Heckengäu
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Verfasst am: 15.06.2010 23:09 Titel: |
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| T. hat Folgendes geschrieben: |
Ich kann leider nicht von Gas gehen, da ich sonst den Berg nicht raufkomm.
Hoffentlich hält hinten der Spätstarter mit der Navi hinterdrauf Sicherheitsabstand...
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Du hast uns "Leichtgewichte" nach den ersten Kurven auf der Mautstrasse doch schon abgehängt.
Zweiter Gang, ich schaffe es, einige der Schlaglöcher zu umfahren, "Rums" Schxxx, die maximal gespannten Konis schlagen durch ... das wiederholt sich regelmässig.
Vor uns entschwinden T. und Schmiermaxe.
Den noch fast neuen Reifen zerlegen muss nicht sein ... es hilft nix, wir prötteln im Ersten hoch.
Bin gespannt auf die Fortsetzung. |
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Tidirium Forumsweiser

Anmeldedatum: 08.01.2009 Beiträge: 1057 Wohnort: an der BAB 8, zwischen A und M
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Verfasst am: 18.06.2010 08:28 Titel: |
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Moin!
Schön!
Da bin ich ja mal auf den Rest der Abenteuerreise gespannt.
Gruß
Heiko _________________ Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen! |
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T. Tinoccio

Anmeldedatum: 15.08.2005 Beiträge: 3876 Wohnort: FT,EX-Heidelberg
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Verfasst am: 20.10.2010 23:21 Titel: |
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Fortsetzung:
...Natürlich verabschiedet sich gerade die Luft aus dem Hinterrad….Ventilabriß.
Ich DEPP! Fauler SACK!
Im Beiwagen liegt die Luftpumpe, hätt´s halt mal bevor DU Idiot losfährst dem Reifen richtig aufgepumpt.
So muß ich die Konsequenzen tragen und roll in einer Seitenstrasse aus.
Während ich den Beiwagen abrödel um an Reserverad, Werkzeug und Wagenheber zu kommen, braust der Verkehr auf der Hauptstrasse vorbei.
http://picasaweb.google.de/chinared31/Solk2010#5480174825375950130
http://picasaweb.google.de/chinared31/Solk2010#5480174949345206562
Alles glotzt, dass die bald in den Strassengraben rutschen…aber keiner hält.
Egal…Bin ja sowieso „Selbstversorger“.
Dafür taucht bald der Nachwuchs aus dem nahegelegenen Bauerhof auf.
Unter den kritischen Blicken und tausend Fragen der Kleinen wechsle ich das Rad, und stelle anschließend nach Beendigung der Diskrepanz den fortgeschrittenen Verlauf der Zeit fest, welches mir unmöglich vor der Abendröte Linz zu erreichen.
Zurück nach Oberwölz…
Als ich auf den Platz wieder einbiege, kriegt der Nobert große Augen:
N:…woll´s net noch Linz?...
T. (leicht sarkastisch):…des war moi Zwilling…
Bei einer entspannenden Tasse Kaffee erkläre ich Ihn den Sachverhalt und er lächelt weise und wissend…
Später fährt der Nobert noch in der Stadt zum Abendessen und möchte Barbara Bescheid geben das wir noch eine Nacht das sind.
Währenddessen bau ich mein Nachtlager im Holzschuppen auf. Für eine Nacht bau ich den Zelt-Krempl net auf…
In der Hütte finde ich eine schöne Sitzbank die an der Wand steht, darauf breite ich schnell die Schlafutensillien aus und mach gleich Holz zum Feuern.
Nach dem Abendessen brummt auch Nobert wieder auf den Platz.
Der gemütliche Teil des Abends beginnt.
Vor dem Feuer wird bei heißen Tee noch lang in die Nacht „geschnackt“- Danke Nobert für den sehr angenehmen Abend!
http://picasaweb.google.de/chinared31/Solk2010#5480175408749649858
Irgendwann fängst an zu nieseln und es wird Zeit in´s Bett zu gehen. Wir wollen beide relativ früh los.
Müde krieche ich in meinen Schlafsack, zieh die Brille ab und dreh mich um…
… um Gesicht voran im Staub der Hütte zu landen…Häh???- Staubwolken steigen auf und irgendwelches Getier sucht sein Heil in der Flucht
Bei der Ursachenforschung, könnt ich mir mal wieder selbst in den Allerwertesten treten.
Die Bank stand nicht an der Wand, daran lehnte sie nur…kein Wunder bei nur zwei Beinen, zugegeben dicken Beinen, aber halt nur zwei davon.
http://picasaweb.google.de/chinared31/Solk2010#5480175167080822514
Nach Erwägung verschiedener Alternativen der neuen Schlafstätte, bleibt nur eine übrig.
Die Tischplatte der zweiten Bank.
Da die aber wackelt wie ein Lämmerschwanz, komm ich auf die Idee mich einfach mit einen Gurt drauf festzuschnallen - klappt erstaunlich gut!
http://picasaweb.google.de/chinared31/Solk2010#5480175600420530562
Nach einer ruhigen Nacht bricht der nächste Morgen an und bringt neues Ungemach:
Jetzt ist der Vorderreifen platt…
http://picasaweb.google.de/chinared31/Solk2010#5480176856888671202
Fortsetzung folgt... _________________ Lebe jeden Tag als wär´s Dein letzter....es könnte dein letzter sein...
frei nach T. |
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th.sauer Forum-König

Anmeldedatum: 20.08.2005 Beiträge: 3407 Wohnort: Germanys Mitte
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Verfasst am: 25.10.2010 22:16 Titel: |
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Einfach großes Kino  _________________ Eigentlich glaube ich an das Gute im Menschen.
Auch wenn es manchmal etwas schwer fällt |
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