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earthlings

 
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gast
Gastredner


Anmeldedatum: 06.10.2006
Beiträge: 576
Wohnort: oben, bei Mutti

BeitragVerfasst am: 28.08.2007 19:04    Titel: earthlings Antworten mit Zitat

Moin,

da es in der großen Kneipe in der Quasselecke leider zuwenige mitbekommen, verweise ich auch hier mal auf folgenden Thread:

http://www.sr500.de/wbb3/thread.php?threadid=23684

Mich hat diese Doku derart nachhaltig schockiert, daß ich meinen
Fleischkonsum komplett einstellen werde.
Ich finde jeder sollte sich im Klaren darüber sein, wie ein großer
Teil des so billig erhältlichen Fleisches heute produziert wird.
Normalerweise habe ich keine missionarischen Ambitionen, aber
die in diesem Film gezeigten Szenen machen mich so betroffen,
daß ich eine breitere Öffentlichkeit zu diesem Thema für unbedingt
nötig halte. Auch wenn es illusorisch erscheint an den herrschenden
Zuständen etwas zu ändern.

Betroffene Grüße

singlemalt
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pointer
säxmäschien


Anmeldedatum: 07.08.2005
Beiträge: 9001
Wohnort: Ostfildern, Spätzlesland

BeitragVerfasst am: 28.08.2007 19:25    Titel: Antworten mit Zitat

Moin singlemalt,

ehrt dich zwar, aber ich hab bereits in den achtzigern Agrarwissenschaften studiert. Das ist nicht erst seit heute so. Und das wirklich Blöde dran: das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem, was sonst so läuft. Aber bitte, was solls, wie gehen wir denn mit Menschen um, die wir nicht sehen, von deren Arbeit wir aber durchaus profitieren. Du hast da natürlich 'nen Punkt, aber wo willste anfangen und wo aufhören? Ich will das nun beileibe nicht relativieren, aber doch darauf hinweisen, dass das kein isolierter Bereich ist. Passt zum Rest ...

P.
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Ottos Mops hopst ... (Ernst Jandl)

Wir sprechen verschiedene Sprachen, meinen aber etwas völlig anderes
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gast
Gastredner


Anmeldedatum: 06.10.2006
Beiträge: 576
Wohnort: oben, bei Mutti

BeitragVerfasst am: 28.08.2007 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Pointer,

ich habe mir in den achtzigern ein hessisches Fachabitur im Bereich Landwirtschaft/Umwelttechnik erschlichen. Zu diesem Zweck habe ich ein einjähriges Praktikum auf einem kleinen Bauernhof gemacht. Die Materie ist also auch mir nicht ganz fremd. Du hast natürlich recht mit deiner Aussage, aber ich möchte sie wenigstens etwas relativieren: Vor 20 Jahren war der Niedergang der kleineren Landwirtschaftsbetriebe zwar schon in vollem Gang,
aber längst nicht an dem Punkt wo wir aktuell stehen. Und der Zusammenhang zwischen den heutigen agrarindustriellen Großbetrieben und den dort herrschenden Mißständen ist in meinen Augen eklatant. Letztendlich entscheiden wir als Verbraucher schon darüber, in welche Taschen die auf solch perverse Art gemachten Profite wandern. Wenn sich jeder im Klaren darüber wäre, was da auf seinem Teller liegt, würden die Verkaufszahlen sicher in den Keller gehen. Auf dem Biosektor hat sich in den vergangenen Jahren ja auch so einiges getan. Das wurde in den achtzigern von den meisten noch milde belächelt.
Natürlich ist die angesprochene Dokumentation nur ein Tropfen auf den heißen Stein - allerdings habe ich bisher nichts eindringlicheres zu dem Thema gesehen. Mein Konsumverhalten wird sich jedenfalls nachhaltig ändern!

Viele Grüße

Matthias
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S&T
Hochwürden


Anmeldedatum: 07.08.2005
Beiträge: 9902
Wohnort: Gehenna

BeitragVerfasst am: 28.08.2007 19:55    Titel: Antworten mit Zitat

nenn mich ignorant, aber aus zwei Gründen werde ich mir den Film nicht ansehen, nachdem ich jetzt die ersten fünf Minuten gesehen hab.


- wie jede andere auch finde ich diese Art Propaganda sehr bedenklich...
Wer schon damit beginnt, eigentlich nichtssagende Begriffe sachdienlich zu definieren und ein bißchen Kriegsstimmung verbreitet, weils so schön betroffen macht, der steht in meiner Gunst ganz unten...


- ich esse gerne und oft Fleisch, und zu neunzig Prozent aus dem Supermarkt. Ich nehme in Kauf, daß die Tierhaltung nicht "artgerecht" abläuft (wie geht das eigentlich, bei einer "Haustierrassse" wie dem Rind??) und ich nehme in Kauf, daß ich mir gesundheitliche Nachteile damit einhandle.


Warum? Weil ich sonst Augen und Ohren verschließen müßte, nichts mehr essen und nichts mehr trinken dürfte und die Luft anhalten müßte. Entsprechende Propaganda kann ich für jedes Reizthema der Welt unters Volk streuen, sei es Trinkwasserknappheit (P., dein Einsatz...), Klimakatastrophe (schon mal was von "Warmperiode" zwischen den Eiszeiten gehört?), religiös motivierter "Heiliger Krieg" (die Kreuzzüge waren unsere Idee...), AIDS (interessiert das noch wen...?) ... für den ach so beliebten, günstigen und CO2-neutralen Kraftstoff Pflanzenöl werden in der dritten Welt Wälder gerodet oder Agrarflächen statt zur Nahrungsproduktion für Ölpflanzen genutzt...


Nebenbei bemerkt war es früher beim Schlachter auch nicht unbedingt "tiergerecht", wenn dem Schlachtvieh mit der Axt der Schädel eingeschlagen wurde... beim dritten oder vierten Versuch...
...und ob die Kuh dabei Spaß hat, wenn die Massai ihr regelmäßig einen Pfeil in die Ader jagen, um mal eben etwas Blut abzufangen?


Jedes Argument, das ein "politischer Veganer" bringen kann mag seinen wahren Kern haben, aber leider steht auf dieser "zivilisierten" Welt das Geld an oberster Stelle... und auch Tofu wird nicht verschenkt...



Übrigens verlangt der Begriff "Hochkultur" per Definition neben Sprache, Schrift und Gemeinwesen auch nach Geld...
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gast
Gastredner


Anmeldedatum: 06.10.2006
Beiträge: 576
Wohnort: oben, bei Mutti

BeitragVerfasst am: 28.08.2007 20:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo S&T,

ich gebe dir recht, was die propagandistischen Textinhalte angeht. Allerdings sprechen die folgenden Bilder absolut für sich selbst und bedürfen eigentlich gar keines Kommentares.
Wie gesagt, ich möchte nicht missionieren, denke aber etwas Bewußtsein darüber, wie unsere tägliche Nahrung heute produziert wird ist für jeden Verbraucher absolut von Nöten.

Grüße

edit: Im übrigen geht es nicht nur um die Fleischproduktion sondern ebenso um zivile und militärische Forschung. Über deren Sinn, jedenfalls im zivilen Bereich, kann man ja durchaus verschiedener Meinung sein. Bei dem was ich esse, hört für mich der Spass allerdings lange auf!
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pointer
säxmäschien


Anmeldedatum: 07.08.2005
Beiträge: 9001
Wohnort: Ostfildern, Spätzlesland

BeitragVerfasst am: 28.08.2007 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, sind ja schon eine Menge Argumente und Anmerkungen gefallen, die alle irgendwo ihre Berechtigung haben.

Klar war das "Bauernsterben" in den achtzigern schon in vollem Gange und ebenso klar, dass das die Schneise von damals bis heute natürlich breiter geworden ist. Da gibt's auch drölfzig Gründe dafür, die alle mit Geld zu tun haben und einer mieser als der andere sind. Ich glaube, wir können inzwischen davon ausgehen, dass sich das unter den gegebenen Machtkonstellationen weder stoppen noch gar umdrehen lässt.

Stimmt übrigens, dass der Markt für "alternativ" erzeugte Nahrungsmittel deutlich größer ist, als wir damals noch annahmen. Blöderweise läuft die Trennlinie so ziemlich entlang der Gewinner und Verlierer unserer Gesellschaft (klar gibt's Ausnahmen, aber die gibt's immer). Hat natürlich wieder stark was mit Kaufkraft zu tun. Soilent green lässt für die Zukunft grüßen.

Zu dem, dass das "früher" besser war, hat der Marc ja schon was gesagt. Ich kann in dem Bereich auch einen Besuch auf Kleinbetrieben empfehlen. Auch der Kleinbauer als solcher - also ich mein jetzt nicht alle Bauern unter 1,60 m Körpergröße - ist keine homogene Gruppe. Da erlebste manchmal auch Dinger, da schüttelt es dich. Von den Klöpsen, die ich in "traditionellen" Landwirtschaften in Afrika und NahOst schon gesehen habe fang' ich lieber erst gar nicht an. Manchmal liegt's tatsächlich nicht am Profit, sondern am menschlichen Geisteszustand. Also wie man's macht ...

Bewusst konsumieren, d.h. auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten, ist sicher ein sinnvoller Ansatz für den Einzelnen, alleine schon aus Eigeninteresse. Für die Gesamtheit ist aber noch kein Grundsatzkonzept bekannt. Solange das jeder für ich selbst entscheiden kann (und darf, siehe Marc's Hinweis auf die Glaubenskrieger, der ich im gegebenen Fall noch die bei uns geltende, teilweise höchst merkwürdige, Kennzeichungspflicht bzw. -nichtpflicht anfügen möchte), ohne dass er gleich im Gejodel anderer untergeht (und zwar so rum wie so rum), ist's m.E. noch erträglich - für den Einzelnen, versteht sich.

Wie gerne wäre ich positiver ...

P.
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Gitti
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BeitragVerfasst am: 28.08.2007 23:01    Titel: Antworten mit Zitat

du hast recht..bei so einem Film wird es mir übel und ich könnte Göbeln ...ich kann dein Unmut verstehen.
super auch, dass mal wieder so unsere Geschichte ins Rechte Licht gerückt wird ...danke, mit deutschem Untertitel Yellow Rolleyes ......nur, was ändert es?? Hilft es den Tieren?? da gibt es wirklich bessere Filme, sorry.

das sind Menschen, die da handeln... Warum tun die das??
der Mensch ist grauselig...und kann sogar noch grauseliger sein.
Nur ich werde einen Dreck tun und urteilen, das muss jeder für sich selbst entscheiden, was er vertreten kann und für sich selbst handeln, in allem was er tut. Das kann unter Umständen hart sein.

Passt nicht zum tierischen Abschlachten, aber....
Ich bin gegen Abtreibung... kann ich deswegen jemanden verurteilen, der in einer scheißlage ist, verzweifelt, allein gelassen und und und ??
Schau dir mal darüber Filme an...

Lass es uns ganz einfach besser machen.

diesen Film zur Diskussion zu stellen ist schlimmer, wie eine XX-Diskussion anzufangen.

Gitti
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fleisspelz
Gast





BeitragVerfasst am: 28.08.2007 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bemühe mich seit Jahr und Tag, hochwertige Lebensmittel zu verwenden und schonend zu verarbeiten.
Ich verstehe, bei all meiner Abscheu gegenüber dem lebensverachtenden Verhalten grosser Teile der Fleischindustrie, bis heute nicht, welchen Sinn es haben soll, mit eben diesem Fehlen von Demut gegenüber der Kreatur, kein Fleisch (Wild, Fisch...) mehr zu essen. Ist es besser, sich den lebensverachtenden Monokulturen von grossen Teilen der Gemüseindustrie zuzuwenden und genetisch veränderten Mais oder überdüngtes bestrahltes Obst in mich zu stopfen? Warum hört bei den Einsichtigen wie Dir, lieber Single-Malt die Einsicht hinter dem Schnitzelteller auf? Werden nicht riesige Regenwaldgrundstücke gerodet, um Plantagen anzubauen? Nicht nur für Soja als Tierfutter. Auch für lukrativen Kaffee und Orangen.

Ich esse möglichst hochwertige Lebensmittel und bemühe mich, möglichst wenig davon wegzuwerfen.

Und beim kauen freue ich mich darüber, all diese Vollkorken hier nicht ertragen zu müssen, die diese Diskussion drüben so unerträglich machen.
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gast
Gastredner


Anmeldedatum: 06.10.2006
Beiträge: 576
Wohnort: oben, bei Mutti

BeitragVerfasst am: 29.08.2007 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Gitti,

um die Frage ob es "hilft" oder der Film nun gut oder schlecht ist ging es mir garnicht. Ich habe auch schon anderes zu dem Thema gesehen, aber die
Bilder in diesem Film besitzen auch ohne den Kommentar eine für mich unerwartete Brutalität. Mag z.T. daran liegen, daß ich schon jahrelang keinen Fernseher mehr besitze und deshalb nicht so abgebrüht reagiere wie manch anderer.
Klar sind es im einzelnen auch immer Menschen, die da handeln. Wozu der Mensch fähig ist beweißt er ja auch an ganz anderer Stelle täglich auf´s Neue. Pointer hat leider absolut recht mit der Aussage das es zum Rest passt.
Nur wie was ändern? Am großen Ganzen sicher nichts.
Aber auf industriell erzeugtes Fleisch zu verzichten ist für mich nicht wirklich schwierig. Besonders viel habe ich davon auch bisher nicht gegessen.
Jedenfalls bin ich nicht mehr bereit, mir evtl. etwas auf den Teller zu legen, dessen Erzeugung unter solchen Bedingungen stattgefunden haben könnte.

Grüsse

singlemalt
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Gitti
Gleichstellungsbeauftragte


Anmeldedatum: 17.08.2005
Beiträge: 5513
Wohnort: Xtal

BeitragVerfasst am: 29.08.2007 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

@ Matthias, das ist das wichtigst..das DU dir überlegst, was du dir auf deinen Teller legst.
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