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Nur für Technikinteressierte - Ladetechnik heute

 
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Harald
Gast





BeitragVerfasst am: 20.11.2007 21:47    Titel: Nur für Technikinteressierte - Ladetechnik heute Antworten mit Zitat

Hallo,

Da mein grösstes "Steckenpferd" die Elektronik ist, und gerade weil jetzt die Wintersaison beginnt, möchte ich euch eine interessante Entdeckung berichten.

Es geht um das Laden einer Bleibatterie. Und zwar um das optimalste Verfahren bei ausgebauter Batterie !

Bleibatterien gibt es schon seit über 100 Jahren. Diese schwergewichtigen Energiespeicher sind auch heute noch (fast) unersätzlich in Kraftfahrzeugen und damit weit verbreitet.

Leider wird die mögliche Lebensdauer nur selten d.h. meistens nie erreicht.

Viele Faktoren wie z.B. Tiefenladung, Überladung, häufiges Entladen/Laden und vor allem das falsche Aufladen in der Winterpause verkürzt diese ungemein. Auch in einem laufenden Fahrzeug mit Stromverbrauchern ist eine optimale Aufladung ! nicht möglich, aber mit vielen Kompromissen gelöst.

In der heutigen Zeit, nicht nur aus Kostengründen, eine umweltbelastende und damit nachdenkenswerte Angelegenheit.

Aber man kann zumindest in der Winterpause seine Batterie optimalst behandeln. Genau so wie es das chemische System Bleisäure benötigt.

Nun, in unserer "alten" SR wird die Batterie nach dem Konstanspannungsverfahren geladen. D.h es wird der Batterie durch den Laderegler eine bestimmte maximale Spannung ( z.B. 14,5 V ) bereitgestellt. Diese maximale Spannung, die freilich nur bei höheren Drehzahlen und ausgeschalteten Hochstromverbrauchern erreichbar ist, läßt einen bestimmten Stromfluß zu.

Dieser Stromfluss ist abhängig vom Innenwiderstand der Batterie (leere Batterie - kleiner Innenwiderstand, volle Batterie grösserer Innenwiderstand) und damit proportional zum Spannungsgefälle Batterie- Ladestromquelle.

Er sinkt je voller die Batterie wird und wird bei entladener Batterie durch den maximalen Limastrom ( besser gesagt was davon noch übrig ist - sofern noch weitere Verbraucher die Lima belasten) begrenzt.

Dies funktioniert einigermassen, ist aber nicht optimal für die Batterie da man die wirkliche Leerlaufspannung der Batterie nicht beachtet.

Es ginge besser (das wusste man früher schon) wenn man auf die "Antwort" der Spannungslage nach dem Laden im stromlosen Batteriezustand warten kann.

Diese (Volllade) Spannungslage ist recht genau und beträgt bei 20 Grad 13,8V. Aber wie schon erwähnt, im stromlosen und damit unbelasteten Akku. Es darf hier keine Strom raus - oder rein fliessen.

Diese Spannungslage ist zudem temperaturabhängig und ändert sich um 0,6mV pro Grad Kelvin und Zelle.
Leider konnte man die (Leerlaufspannung) bis jetzt mit herkömmlicher Technik nicht messen - da das Ladegerät dazu einen ganz bestimmten Zeitraum kurz abschalten musste um zu messen.

Alles andere verfälscht die tatsächliche Spannung ungemein, da wie schon gesagt, der Akku selbst einen Innenwiderstand hat und an diesem auch eine Spannung bei Stromfluss "abfällt".

Es gibt seit 2004 ein einziges Aufladeverfahren welches nach diesem Prinzip auflädt: das CT1500Pb von Conrad Elektronik ! Dieses Gerät funktioniert nach einem bestimmten Algorythmus und kann die Sprunganwort des beim Laden kurz "angehaltenen" Ladestroms präzise auswerten.

Dieses Gerät ist leider nur einer Minderheit bekannt ( vielleicht aufgrund seines doch etwas höheren Preises ) wird aber von Elektronikspezialisten und Freaks hoch gelobt.

Ich weiß, auch ein 5 Euro LIDL Lader kann in der Winterpause eine Motorradbatterie nachladen - aber eben nicht optimal.

Falls Intersesse an einer weiteren Erläuterung der sonst üblichen Ladeverfahren besteht sagt mir das. Ich hätte da noch viel zu berichten.


Gruß Harald
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Bulldog2011
Cheftheoretiker


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BeitragVerfasst am: 21.11.2007 13:29    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Harald,

ich finde das CT1500Pb bei Conrad.de nicht. hast Du eventuell einen Link dahin?

Danke
_________________
mit lieben Grüssen,
Andreas


___________________________
Never change a running system

Hannas Blog
http://library-of-fairytales.blogspot.de/
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motorang
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BeitragVerfasst am: 21.11.2007 15:40    Titel: Re: Nur für Technikinteressierte - Ladetechnik heute Antworten mit Zitat

Hallo Harald,

*Hyperlativ-Alarm Yellow Very Happy * - "optimalst" gibts nicht ...

Das Gerät heisst übrigens CT-1500PB und ist eigentlich von Voltcraft (falls wer danach googeln mag).

Fürs Mopped würde ich mir trotzdem eher einen Lader von CTek zulegen. Die haben exzellente Referenzen ... beispielsweise das Multi XS 3600

http://www.ctek.com/DE/Buy-Charger.aspx

Was mir beim Voltcraft nicht taugt ist dass es nicht für alle Akkus verwendbar ist (Beschränkung auf 44 Ah, also für die meisten Autobatterien ungeeignet). Beim obigen CTek beispielsweise schaut das schon gaaanz anders aus ...

Zitat:
Lädt Blei-Säure-Batterien (Offene, MF, GEL und AGM) von 1,2Ah bis 120Ah.


An Bleiakku-Ladetechnik gibts alle paar Jahre was Neues.

Die CTek Geräte sind halt zusätzlich ausgesprochen praxisgerecht, beispielsweise wetterfest (Gehäuseschutzklasse IP 65 - spritzwasser- und staubdicht, für Verwendung im Freien.) und elektroniksicher ...
http://www.ctek.com/DE/Charger-Academy.aspx

Und: 5 Jahre Garantie. Um 70 Euronen wohlfeil!

Was kann das Voltcraft besser?

Gryße!
Andreas, der motorang
derzeit noch mit Optimate ladend
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Zuletzt bearbeitet von motorang am 21.11.2007 16:02, insgesamt 2-mal bearbeitet
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motorang
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Beiträge: 1692
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BeitragVerfasst am: 21.11.2007 16:00    Titel: Antworten mit Zitat

Bulldog2011 hat Folgendes geschrieben:
Moin Harald,

ich finde das CT1500Pb bei Conrad.de nicht. hast Du eventuell einen Link dahin?

Danke


Artikel-Nr.: 511500 - 62
69,95 EUR
Inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versand

Steht bei den Ladegeräten "bis 3A Ladestrom".

Gryße!
Andreas, der motorang
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Harald
Gast





BeitragVerfasst am: 21.11.2007 17:27    Titel: CTEK Antworten mit Zitat

...das CTEK arbeitet mit einem ganz anderen Ladeverfahren. In der letzten Stufe bei der Aufladung wird eine konstante, nicht temperaturkompensierte stabile Spannung von 14,4 V an den Akku gelegt.

Der Ladestrom wird dann ausschliesslich vom Spannungsgefälle bestimmt.
Werden 0,1A unterschritten schaltet der Lader auf Erhaltung....

Dieses Prinzip funktioniert hervorragend bei vielen Batteriekapazitäten.

Es wird hier aber nicht die Größe der Batterie beachtet. D.h. es werden unterschiedlich grosse Energiespeicher mit derselben Vorgehensweise geladen. Eine 10Ah Batterie wird mit dem selben Strom geladen wie eine 125er. Auch in der letzten Stufe.


Bitte beachtet,
ich will mich nur informativ betätigen und deshalb keine Wertung abgeben. Ihr müßt euch schon selbst eure Meinung bilden....


Gruß Harald
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motorang
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BeitragVerfasst am: 23.11.2007 11:14    Titel: Re: CTEK Antworten mit Zitat

Hallo Harald,

die Batteriekapazität wird beim CTek vom Ladegerätbesitzer mittels Schalter umgestellt, glaub ich. Da gibts auch eine Schalterstellung für Tieftemperatur.

Bin schon recht gespannt was das Gerät kann. Hast Du denn selber so ein Voltcraft-Teil im Einsatz?

Als Ladungstechnikfreak könnte Dich diese Seite interessieren:
http://www.bticcs.com/
Da sind auch einige Papers online - leider gibt es keine Kfz-Lader mit der Technik - die sind eher in der Medizintechnik daheim.

Wenn Du mal in der Gegend ist könnt ich eventuell einen Besuch dort organisieren. Die Firma sitzt in Graz ...

Gryße!
Andreas, der motorang
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JoeBar
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BeitragVerfasst am: 23.11.2007 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

bliebedie Frage, wieso ich meine Batterie nur in der Winterpause mit einer Nackenmassage verwöhnen soll, wenn sie die restliche Zeit des Jahres im Mopped schlecht gepflegt wird. Vielleicht wäre ja für einen von Euch diese Schaltung interessant...

Grüße,
Oliver
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Harald
Gast





BeitragVerfasst am: 23.11.2007 17:20    Titel: Pflege Antworten mit Zitat

@Motorang

..auf dein Angebot hinsichtlich des Besuches von BTI komme ich evtl. zurück.
Da ich einige Geräte mit diesem Chip gebaut habe kann ich dieses Verfahren sehr empfehlen.

Leider kann man bei den CTEK Geräten keine Batteriekapazität eingeben.

@Joe Bar

..die Website kenne ich. Diese Laderegler heben und senken die Ladeschlussspannung temperaturabhängig was natürlich besser ist.
D.h eine stabile Reglerspannung von 14,3 V bringt die Batterie im Sommer zum Gasen und im Winter zum Nichtvollwerden.
Viele moderne Autos der Oberklasse messen die Temperatur und stellen die Spannung darauf ein.

Übrigens, das mit der Nackenpflege macht schon Sinn. Viele Batterien werden während der Ruhepause stark geschädigt und büsen einiges an ihrer möglichen Lebensdauer ein.

Gruß Harald
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motorang
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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 05:17    Titel: Re: Pflege Antworten mit Zitat

Harald hat Folgendes geschrieben:

..auf dein Angebot hinsichtlich des Besuches von BTI komme ich evtl. zurück.

...

Leider kann man bei den CTEK Geräten keine Batteriekapazität eingeben.


Würde mich freuen.

Beim 3600er kann man, zumindest grob: http://www.ctek.com/DE/Multi-XS-3600.aspx?p=batteries

Gryße!
Andreas, der motorang
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th.sauer
Forum-König


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BeitragVerfasst am: 24.11.2007 09:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ist schon interessant, was Harald so berichtet.
Aber Olivers Meinung übers schlechte Pflegen das Jahr über hat auch was.
Hab heut meinen 9,95€ Akku von Louise ausgebaut und erst mal Waser ergänzt. Seltsamerweise fehlte in den Zellen an den Polen ca 1 cm zum Mindeststand. Nun hängt sie am 4,95 Ladegerät. Wenn sie voll ist, wird sie nach Weihnachten wieder nachgeladen. Das Ding hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel und tut es noch eine Weile. Der Technikfreak machts natürlich anders.

Gruß

Thomas
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Harald
Gast





BeitragVerfasst am: 24.11.2007 13:01    Titel: Richtig Antworten mit Zitat

...in der Tat macht er das anders Yellow Laugh Yellow Laugh

Gruß Harald
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motorang
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Beiträge: 1692
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BeitragVerfasst am: 30.11.2007 06:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ein gewisser Technikfreak hat entdeckt, dass es das erwähnte CTek MULTI XS 3600 derzeit - in Österreich zumindest - bei ATU um mördermäßig niedrige 59,90 gibt!

Gryße!
Andreas, der motorang
der seit gestern eins hat
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Harald
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BeitragVerfasst am: 30.11.2007 17:27    Titel: Louis Procharger Antworten mit Zitat

...übrigens, den Louis Procharger für 40 Euro kann man auch empfehlen.

Ich habe das Gerätchen einem mehrwöchigen Testlauf unterzogen und muss sagen - funktioniert sehr ordentlich.

Gruß Harald
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